Kesselhaus Cham
Signaletik aus industrieller DNA
| Titel | Kesselhaus Cham |
|---|---|
| Jahr | 2026 |
| Kunde | Cham Swiss Properties AG |
Das Kesselhaus war einst die Energiezentrale der Papierfabrik Cham. Dampfkessel und Turbinen versorgten die Produktion, die zwei markanten Kamine machten seine Funktion weit über das Areal hinaus sichtbar. Heute wird die ehemalige Papierfabrik als Teil des neuen Wohn- und Arbeitsquartiers transformiert. Das denkmalgeschützte Kesselhaus bleibt dabei ein zentraler Ort: mit Restaurant, Büroflächen und Fitness wird es zum öffentlichen Treffpunkt im neuen Quartier.
Die Signaletik entwickelt sich aus der industriellen DNA des Gebäudes. Konstruktion, Rhythmus, Materialität und die Präsenz zylindrischer Elemente – von den ehemaligen Papierrollen bis zu den Kaminen – werden in ein neues visuelles System übersetzt. Runde Stäbe aus Stahl und Licht formen Schrift, Ziffern und Zeichen. Die Gestaltung greift damit nicht nur Motive der Architektur auf, sondern führt ihre Sprache konsequent weiter.
An der Aussenfassade wird die Beschriftung direkt in die Wellenstruktur der Metallhaut eingeschrieben. LED-Stäbe folgen ihrem Rhythmus und formen den Namen des Gebäudes. Tagsüber wird die Schrift Teil der Fassade, in der Dunkelheit entwickelt sich das Kesselhaus zum weithin sichtbaren Lichtzeichen – fast wie ein Leuchtturm für das neue Quartier.
Im Inneren setzt sich dieses Prinzip fort: Aus Rundstäben konstruierte Zeichen reagieren auf Beton, Stahl und die rohe Materialität des Bestands. So wird die Signaletik zu einem selbstverständlichen Teil des Hauses – präzise integriert, klar in ihrer Funktion und zugleich eng mit dem Charakter des Kesselhauses verbunden.